Projekte 2026
Als offizieller Abschluss der Kinder- und Jugendtage wird die vierte Verleihung von «Ausgezeichnet!» gefeiert.
Mit «Ausgezeichnet!» – dem Preis für junges Engagement – verfolgt der Kanton Solothurn das Ziel, das Engagement und die Kreativität von jungen Menschen zu würdigen, sichtbar zu machen, zu unterstützen und zu fördern. Neben Ruhm und Ehre für die ausgezeichneten Projekte, Angebote oder Institutionen winken attraktive Preisgelder in der Höhe von insgesamt 15'000.- Franken!
Diese Projekte wurden 2026 angemeldet:
Bannrad
Die beiden Sechstklässler Janik Strausak und Melvin Thomet aus Günsberg haben in Eigenregie ein funktionierendes Wasserrad im Rohrgrabenbach (Bann, Günsberg) geplant und gebaut. Von der ersten Zeichnung über die Werkstattarbeit bis hin zur Montage vor Ort haben die beiden Jugendlichen das Projekt selbstständig umgesetzt. Das Wasserrad läuft einwandfrei und hat sich bereits zu einer beliebten Attraktion für Spaziergängerinnen und Spaziergänger in der Region entwickelt. Als nächster Schritt ist der Anbau eines Generators geplant, um mit der erzeugten Wasserkraft eine Lampe zum Leuchten zu bringen.
Floss-Fieber
Ein Leitungsteam der Pfadi hat ein modulares Floss für gemeinsame Fahrten auf der Aare entwickelt. Anstatt eines fest verschraubten Gebildes setzt das Projekt auf eine selbst geplante Konstruktion, die sich rasch in Hauptkomponenten zerlegen lässt, was den Transport, das Auswassern und Wartungen enorm erleichtert. Nach ersten erfolgreichen Testfahrten soll nun ein zweites Floss sowie ein speziell genähtes Sonnensegel gebaut werden, um noch mehr Pfadfinderinnen und Pfadfindern dieses Erlebnis zu ermöglichen. Neben der handwerklichen Umsetzung stehen Teamwork, Verantwortungsbewusstsein auf dem Wasser und ein umfassendes Sicherheitskonzept (inkl. J&S- und SLRG-Zertifizierungen) im Mittelpunkt.
Unser Schulhaus mal anders
Im Rahmen der Begabungsförderung am Schulhaus Eichholz in Grenchen setzen sich die Schüler Leon Schlup und James Schärer mit ihrer gewohnten Schulumgebung näher auseinander. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz verändern sie alltägliche Räume und Orte ihrer Schule nach ihren eigenen Vorstellungen und verbinden bestehende Schultraditionen mit Zukunftsvisionen. Die Ergebnisse – Vorher-Nachher-Vergleiche aus Originalfotos und KI-generierten Bildern inklusive erklärender Texte – werden in einer Kunstausstellung präsentiert. Das Projekt zeigt, wie die Jugend KI kreativ nutzen kann, um Anstösse für innovative Schulgestaltung zu geben. Ein Teil der Ideen soll künftig gemeinsam mit der Schulleitung, der Stadt Grenchen sowie lokalen Partnerinnen und Partnern in die Tat umgesetzt werden.
Kunst berührt Kunst
Mit dem Projekt «Kunst berührt Kunst» verlässt die Showgruppe der Tanzschule Li-Danceunit aus Solothurn gewohnte Bühnen und macht die Stadt selbst zum Tanzparkett. Über 30 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 11 bis 22 Jahren erkunden historische Orte und Sehenswürdigkeiten in Solothurn und Umgebung, um die Kunst des Tanzes mit Architektur sowie anderen Kunstarten zu verbinden. In Zusammenarbeit mit Choreografinnen sowie einem professionellen Foto-, Video- und Make-Up-Team entsteht eine Vielzahl an Tanzperformances und -videos. Das Projekt baut Berührungsängste ab, stärkt den Zusammenhalt der Jugendgruppe und zeigt auf, dass tanzen überall möglich ist.
Paprika – Wissen verbindet
Mit «Paprika – Wissen verbindet» stellt die Jungwacht Blauring (Jubla) des Kanton Solothurns ihre Verbandszeitschrift neu auf ein nachhaltiges und chancengerechtes Fundament. Anstatt wie bisher in einer kleineren Abo-Auflage zu erscheinen, wird die Zeitschriftenstruktur so optimiert, dass künftig alle rund 730–750 ehrenamtlich engagierten, kantonalen Leitungspersonen das Magazin kostenlos erhalten. Als Wissens- und Vernetzungsplattform bietet Paprika so gleichberechtigten Zugang zu Best Practices, Praxisideen, Verbandsinformationen und Qualifizierungsinhalten. Damit stärkt das Projekt die Qualität der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit sowie die Identifikation innerhalb des Kantonsverbands.
Generation World Peace - Vote
Unter dem Titel «Generation World Peace – Vote» haben Jugendliche ein interdisziplinäres, professionelles Science-Fiction-Musikfilmprojekt realisiert. Von Filmproduktion, Musikkomposition und Tanz über Schauspiel bis hin zu Kostüm, Requisitenbau, Technik und Social Media bringen die Teilnehmenden ihre individuellen Stärken und Interessen ein. Das Projekt bietet jungen Menschen unabhängig von Herkunft oder Schulerfolg einen Raum für Selbstwirksamkeit, stärkt das Selbstvertrauen und verbindet sie auch über den Schulabschluss hinaus in einem nachhaltigen Netzwerk.
Schattenseiten
«Schattenseiten» ist ein eigenständig konzipiertes Kurzfilmprojekt einer Gruppe von Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren. Das Team rund um Raphael Luginbühl hat von der ersten Idee über das Drehbuch und Exposé bis hin zum detaillierten Budgetierungs- und Produktionsplan alles selbstständig erarbeitet. Der Film beleuchtet Themen aus der Lebenswelt junger Menschen und macht damit auch schwierige, oft verborgene Facetten des Aufwachsens sichtbar. Das Projekt zeigt eindrücklich, wie Jugendliche Medien nutzen, um eigenen Themen Ausdruck zu verleihen, Verantwortung zu übernehmen und sich kreativ mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen.
Von Fäden und Knoten
«Von Fäden und Knoten» ist ein eigenständiges Theaterprojekt von und für junge Menschen, entwickelt von einer Gruppe junger FLINTA-Personen rund um Emily Amber Lang. Ausgehend von eigenen Erfahrungen sowie inspiriert durch klassische und moderne Literatur setzt sich das Stück intensiv mit dem Thema Schwesterlichkeit, feministischen Strömungen und gesellschaftlicher Verbundenheit auseinander. Nach zwei erfolgreichen Vorstellungen auf der Bühne Aarau wurde das Stück für das Jugend Tanz Theater Festival Schweiz «Fanfaluca» ausgewählt.
Die Farben der Begegnung
Mit einer Synthese aus Fotografie, Aquarellkunst und Klangkomposition macht ein junges Solothurner Projektteam emotionale Stimmungen und menschliche Lebenswege sichtbar. Als symbolischer Ankerpunkt dient die Alte Holzbrücke in Olten über der Aare – eine stille Zeugin des Wandels über Generationen hinweg. Entlang einer fiktiven Familiengeschichte ab 1946 wird alle 20 Jahre am exakt selben Ort ein Foto inszeniert. Farbige künstlerische «Auren» und zeitepochengetreue Sounds spiegeln den Wandel der Gefühle, Moden und gesellschaftlichen Stimmungen wider. Das Kunstprojekt regt dazu an, über persönliche Erinnerungen, familiäre Verbindungen und den Wandel der Zeit zu reflektieren.