Fokusthema

Kinder- und Jugendtage 2022 Header

«Recht auf Schutz»

Neben der allgemeinen Aufmerksamkeit für den Kinder- und Jugendbereich verschaffen die Kinder- und Jugendtage mit der Setzung eines jährlich wechselnden Fokusthemas einem konkreten Bereich der Kinder- und Jugendpolitik jeweils besondere Aufmerksamkeit.

Das Fokusthema der Kinder- und Jugendtage 2022 ist das «Recht auf Schutz».

Was verstehen wir unter diesem Fokusthema?

  • Kinder und Jugendliche haben spezifische Rechte und Bedürfnisse
    Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft und haben spezifische Rechte und Bedürfnisse. Jedes Kind hat ein Recht darauf, gesund und sicher aufzuwachsen, sein Potenzial zu entfalten, angehört und ernst genommen zu werden.
     
  • Kinder und Jugendliche haben das Recht auf Schutz
    Ein spezifisches Recht von Kindern und Jugendlichen ist gemäss UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Schutz. Konkret müssen Kinder und Jugendliche vor körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt, vor Misshandlung, Verwahrlosung und Ausbeutung sowie vor Diskriminierung geschützt werden.
     
  • Kinder und Jugendliche haben ein besonderes Schutzbedürfnis
    Kindern und Jugendlichen wird ein besonderes Schutzbedürfnis zugesprochen, da sie aufgrund ihres Alters, ihrer Erfahrung und ihrer Stellung in der Gesellschaft noch nicht die vollständigen Möglichkeiten haben, ihre Rechte zu kennen und eigenständig für ihre Rechte einzustehen.
     
  • Wir alle sind verpflichtet Kinderrechte umzusetzen
    Durch die Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention ist die Schweiz verpflichtet, die Rechte der Kinder und Jugendlichen umzusetzen. Dies bildet die Basis für die schweizerische Kinder- und Jugendpolitik, welche den «Schutz», neben der «Förderung» und der «Partizipation», als einen von drei Bereichen benennt, in denen die kantonale Kinder- und Jugendpolitik agieren soll.
     
  • Wahrung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in allen Bereichen mitdenken
    In allen Strukturen, welche direkt oder indirekt mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben (Schulen, Verwaltung, Freizeitangebote, etc.) muss die Wahrung ihrer Rechte mitgedacht und reflektiert werden. Gleichzeitig müssen aber auch die Kinder und Jugendlichen als Individuen ihre Rechte kennen und dazu befähigt werden, diese in Anspruch zu nehmen.
     
  • Besondere Aufmerksamkeit für besondere Vulnerabilität
    Die besondere Vulnerabilität von Kindern und Jugendlichen kann sich verstärken, wenn weitere Merkmale, wie beispielsweise der sozioökonomische Status, Migrationshintergrund, Geschlechtsidentitäten oder die sexuelle Orientierung intersektionale Ausschlüsse produzieren. Darauf ist bei der Umsetzung der Schutzrechte von Kindern und Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit zu legen.