Kinderfreundliche Gemeinde

Fakten zum Projekt

Titel des Projekts UNICEF-Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde»
Bereich Partizipation
Thema
  • Kinderfreundlichkeit von Gemeinden
  • Kinderrechte
Ziele
  • Umsetzung der Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene
  • Förderung der Kinderfreundlichkeit des direkten Lebensumfelds von Kindern und Jugendlichen
Adressat:innen
  • Kinder und Jugendliche der Gemeinde
  • Gemeindevertreter:innen (politische Ebene)
  • Gemeindeverwaltung (Verwaltungsebene)
Akteur:innen
  • Kinder und Jugendliche der Gemeinde
  • Gemeindevertreter:innen (politische Ebene)
  • Gemeindeverwaltung (Verwaltungsebene)
  • Fachpersonen des Kinder- und Jugendbereichs
Umsetzungspartner:in und Kontaktperson

kindundjugend.so
Dachverband Kinder- und Jugendarbeit Kanton Solothurn
Patrizia Castelli, Geschäftsstellenleiterin
info@kindundjugend.so, 079 598 11 85
www.kindundjugend.so

UNICEF Schweiz und Liechtenstein
Child Rights Advocacy | Kinderfreundliche Gemeinde
kfg@unicef.ch, 044 317 22 71
www.kinderfreundlichegemeinde.ch

Projektbeschreibung

Um das Prozesslabel «Kinderfreundliche Gemeinde» zu erhalten, steigern Gemeinden ihre Kinderfreundlichkeit anhand von internationalen Standards. Diese helfen Gemeinden dabei, eine solide Grundlage für eine vernetzte Kinder- und Familienpolitik zu schaffen.

Die Auszeichnung mit dem Prozesslabel erfordert eine gezielte und strukturierte Auseinandersetzung mit den gemeindlichen Massnahmen, Angeboten, Strukturen und Entscheiden zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Die UNICEF Schweiz und Liechtenstein gibt dazu folgende Schritte vor:

  1. Standortbestimmung
  2. Partizipation von Kindern und Jugendlichen
  3. Aktionsplan
  4. Evaluation
  5. Entscheid und Zertifizierung

Nebst der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf kommunaler Ebene, hat der Erhalt des Labels auch eine starke Aussenwirkung und kann die Attraktivität einer Gemeinde steigern.

Erforderliche Ressourcen

Prozesskosten

Der Kanton Solothurn übernimmt bis 2024 rund 60 Prozent der Kosten, die für Gemeinden in Verbindung mit dem Label entstehen. Die Finanzierung erfolgt über den Dachverband Kinder- und Jugendarbeit Kanton Solothurn kindundjugend.so aus Mitteln des Swisslos-Fonds.

Kleine Gemeinden (weniger als 10'000 Einwohner:innen)

  • Zertifizierung (inkl. Standortbestimmung): CHF 12'000
    • Beitrag Kanton: CHF 7'200
    • Eigenleistung Gemeinde: CHF 4'800
  • Rezertifizierung (pauschal): CHF 5'500
    • Beitrag Kanton: CHF 3'300
    • Eigenleistung Gemeinde: CHF 2'200

Grössere Gemeinden (10'000–40'000 Einwohner:innen)

  • Zertifizierung (inkl. Standortbestimmung): CHF 17'000
    • Beitrag Kanton: CHF 10'200
    • Eigenleistung Gemeinde: CHF 6'800
  • Rezertifizierung (pauschal): CHF 5'500
    • Beitrag Kanton: CHF 3'300
    • Eigenleistung Gemeinde: CHF 2'200

Prozessbegleitung

  • Personelle Ressourcen
Laufzeit
  • Nach erfolgreich durchlaufenem Prozess bleibt das ausgestellte Label während vier Jahren gültig.
  • Anschliessend kann eine Rezertifizierung mit neuem Aktionsplan erfolgen.
Teilnehmende Gemeinden im Kanton Solothurn

Zertifizierte Gemeinden

  • Laupersdorf
  • Grenchen

Teilnehmende Gemeinden (Stand März 2022)

  • Boningen
  • Himmelried
  • Oensingen
  • Rodersdorf
  • Selzach
  • Solothurn
  • Zuchwil
Erfahrungen

Himmelried, im Prozess zur Zertifizierung
«Wir wollen unser schönes Dorf mit seiner wunderbaren Umgebung für junge Menschen und für Familien attraktiver gestalten. Mit einer Zertifizierung als ‚Kinderfreundliche Gemeinde‘ kann ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan werden. Im Prozess lernen wir nun, welche Veränderungen für unsere Kinder und Jugendlichen erstrebenswert sind und wie wir sie in Entscheidungsprozesse einbinden können. Schritt für Schritt werden wir auf unserem Weg von UNICEF Schweiz und Liechtenstein begleitet und konstruktiv unterstützt.» Barbara Rösler, Gemeinderätin

Grenchen, zertifiziert seit 2018, im Prozess zur Rezertifizierung
«Obwohl die Stadt Grenchen schon seit Jahren einen grossen Wert auf die Kinderfreundlichkeit legt, ging durch die Zertifizierung nochmals ein Ruck durch die Verwaltung und die Politik. Das Ziel, sich die Kinderfreundlichkeit auf die Fahne zu schreiben, wird gelebt. Dank dem Label ziehen alle am gleichen Strick und man hält an dieser Zielsetzung bei kinder- und jugendbezogenen Themen und Projekten fest.» Mike Brotschi, Kinder- und Jugenddelegierter, Projektleiter Standortförderung

Laupersdorf, zertifiziert seit 2010, im Prozess zur Rezertifizierung
Videobericht von Edgar Kupper, Gemeindepräsident

Weitere Informationen und Dokumente